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Black Jack

Was ist Black Jack?

Black Jack ist nach Poker das zweitbeliebteste Kartenspiel in Casinos und Spielbanken. Das etwa 300 Jahre alte Spiel ist rund um den Globus bekannt und vertreten. Weil es international nach nahezu identischen Regeln gespielt wird, kann sich jeder, der die Grundregeln beherrscht, an einen beliebigen Black-Jack-Tisch irgendwo auf der Welt setzen und dem verhältnismäßig schnellen Glücksspiel frönen.

Das Ziel von Black Jack ist relativ einfach: Sowohl Bank als auch Spieler versuchen als erstes 21 Punktwerte zu erreichen oder zumindest möglichst nahe an diesen Wert heranzureichen. Deshalb ist Black Jack im deutschsprachigen Raum auch als “Einundzwanzig” bzw. “Siebzehn und Vier” bekannt.

Die Popularität von Black Jack hat sich in den vergangenen Jahren durch die Verbreitung der Online-Casinos nochmals deutlich erhöht. Das Spiel mit rasanten Folgen ist wie gemacht für das Internet und seine ungeduldigen Nutzer. In diesem Ratgeber erfahren Sie, nach welchen Regeln Black Jack gespielt wird, wie man sich am Spieltisch verhält, wer den größeren Vorteil hat – Bank oder Spieler – und welche Strategien es beim Black Jack gibt.

Woher stammt Black Jack?

Altes Black Jack Kartenspiel

Altes Black Jack Kartenspiel

Über die genaue Herkunft streiten sich die Gelehrten. Allgemein wird aber davon ausgegangen, dass sich das heutige Black Jack aus den französischen Spielen “Chemin de Fer” und “French Ferme” entwickelt hat, die als Inspiration dienten. “Chemin de Fer” heißt übersetzt “Der Weg der Eisenbahn” und war eigentlich ein Vorläufer von Baccara. Der Namen leitet sich von der modernen Eisenbahn und der Metallbox ab, in der die Spielkarten früher aufbewahrt wurden.

Im 17. Jahrhundert wurde Black Jack in Frankreich unter dem Namen “Vingt-et-Un” (dt. “Einundzwanzig“) gespielt. Während der französischen Revolution war es vor allem am französischen Hofe und unter englischen Händlern, Seefahrer und Soldaten beliebt. Alle schätzten gleichermaßen, dass man im Gewinnfall sofort ausbezahlt wurde.

Die optimale Hand bestand damals aus einem Ass und einem Pik Bube, woraus letztlich der Name Black Jack entstand. Wer ein solches Blatt hatte, bekam zum Teile eine zusätzliche Auszahlung. Auch als diese Regel abgeschafft wurde, hielt sich der Name.

Wie schon bei Roulette brachten französische Einwanderer das Glücksspiel in den Süden der Vereinigten Staaten, wo es einige Zeit dauerte, bis ihm der Durchbruch gelang. Vor allem Kolonisten fanden an dem Kartenspiel gefallen und brachten es letztlich auch in den Westen der USA, nach Nevada. Der traditionell glücksspielfreundliche Bundesstaat machte das Spiel groß, nicht zuletzt, weil es aufgrund seiner Flexibilität und Schnelligkeit die kriminellen Geldwäscher anlockte. Der Staat musste Black Jack regulieren um es für das organisierte Verbrechen weniger attraktiv zu machen.

Nachdem Black Jack den Ruf des Verruchten verloren hatte, begann in Las Vegas der große Siegeszug der Moderne. Schon 1931 galt Black Jack hier nach Roulette und Craps als beliebtestes Glücksspiel. Der letzte Popularitätsschub ist den Online-Casinos zu verdanken. Auch wenn über den genauen Ursprung noch immer leidenschaftlich gestritten und spekuliert wird, so sind sich Historiker heute doch zumindest darin einig, dass Black Jack, wie wir es heute kennen, rund 300 Jahre alt ist. Es gehört somit zu den ältesten Glücksspielen der Welt.

Online Black Jack Casinos

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Black Jack Grundregeln

Ziel beim Black Jack ist es, wie der Deutsche Name “Siebzehn und Vier” bereits vermuten lässt, mit den Werten seiner Spielkarten 21 zu erzielen oder zumindest möglichst nahe an diesen Wert heranzukommen. Der Gegenspieler ist dabei die Bank, verkörpert durch den Croupier.

Black Jack wird in allen Casinos rund um den Globus an beinahe halbrunden, mit grünem Filz überzogenen Tischen gespielt. An der geraden Seite steht der Croupier, der auch Dealer, Bankhalter oder Kartengeber genannt wird. Ihm gegenüber sitzen die Spieler (Pointeure). An einem Black-Jack-Tisch finden bis zu sieben Spieler Platz, manche Casinos begrenzen die Plätze jedoch auf fünf. Auf dem Tisch sind Felder für die Einsätze, vor die die Karten gelegt werden, sowie für Sonderregelungen, die später erläutert werden, aufgedruckt.

Black Jack wird mit französischen Spielkarten gespielt. Ein Kartendeck besteht aus 52 Karten. In der Regel kommen sechs Decks zum Einsatz, also insgesamt 312 Spielkarten. Vor Beginn des Spiels mischt der Dealer die Karten vor den Augen der Spieler. Einen von ihnen lässt er die Kartenreihe mit einer neutralen Karte an einer beliebigen Stelle einschneiden. Bevor der Croupier den Kartenstapel in den sogenannten Schlitten gibt, jenes Hilfsmittel aus dem er später eine Karte nach der anderen zieht, trennt er die Karten nach drei Vierteln des Pakets nochmals mit einer neutralen Karte ab. Sie markiert die Stelle, an der das Kartenpaket später erneuert wird.

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Kartenwerte beim Black Jack

Kartenwerte zwei bis zehn

Im Bild: Kartenwerte 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 und 10

Kartenwerte zehn und ass

Im Bild: Bube, Dame, König und Ass

Die Karten entsprechen beim Black Jack folgenden Werten:

 

  • 2 bis 9 zählen den aufgedruckten Punktewert
  • 10, Bube, Dame und König entsprechen dem Wert 10
  • Asse entsprechen entweder 1 oder 11 – je nach Wunsch des Spielers

 

Das Spiel beginnt, indem jeder Mitspieler seine Einsätze entsprechend den vom Casino festgelegten Limits in Form von Jetons tätigt. Danach legt der Dealer jedem Spieler zwei Karten aus dem Schlitten offen hin. Zunächst bekommt jeder im Uhrzeigersinn eine Karte, inkl. dem Croupier. Dann wird auf diese Weise eine zweite Runde ausgegeben, wobei die zweite Karte des Croupiers verdeckt auf dem Tisch liegt.

 

Als erstes ist immer der Spieler am Zug. Er hat nun vier Optionen:

 

  1. Karte (Hit)
  2. Halten (Stand)
  3. Verdoppeln (Double Down)
  4. Teilen (Split)

 

Wenn er der Meinung ist, dass ihn eine weitere Karte näher an die 21 oder gar genau auf diesen Wert bringt, dann lässt er sich vom Croupier eine weitere Karte geben. Das kann entweder mit der Ansage “Hit” bzw. “Karte” oder mit einer Geste, dem Klopfen mit der Handfläche auf dem Tisch, erfolgen. Wenn ihm jedoch eine weitere Karte zu riskant ist, weil sie ihn über 21 bringen könnte, dann kann er sein Blatt halten. Dafür sagt er zum Croupier “Stand” bzw. “Halten” oder winkt mit der flachen Hand über seinen Spielkarten ab.

 

Während der Spieler frei entscheiden kann, ob er noch eine Karte nimmt oder nicht, muss der Croupier bei einem Punktewert von 16 und kleiner weitere Karten ziehen. Ab 17 Punkten jedoch darf er keine mehr ziehen. Außerdem muss der Dealer ein Ass immer mit elf Punkten zählen, außer wenn er auf diese Weise den Wert von 21 überschreiten würde. Dann zählt das Ass als nur ein Punkt. Bei einem Ass und einer 7 muss das Ass also mit 11 gezählt werden. Weil die Karten zusammen 18 ergeben, darf er keine weitere Karte ziehen. Der Croupier ist vom Regelwerk in seiner Entscheidungsfreiheit demnach ziemlich eingegrenzt (“Dealer must stand on 17 and must draw to 16“).

Dealer muss bis 17 ziehen

 

Black Jack als bestes Resultat

 

Für den Spieler tritt der Idealfall ein, wenn er vom Croupier zu Beginn zwei Karten bekommen hat, die einen Black Jack ergeben. Für die höchste Wertung benötigt man ein Ass sowie ein Bild oder die Zehn. Nur mit diesen Karten erreicht man die 21 Punkte mit kleinstmöglicher Kartenanzahl. Bei einem Black Jack erhält der Spieler einen Gewinn in Höhe von 3 : 2 ausbezahlt, also das 1,5-fache seines Einsatzes. Dabei handelt es sich um den höchstmöglichen Gewinn.

 

Zieht der Dealer jedoch mit einem Black Jack gleich, so hat der Spieler nicht gewonnen, sein Einsatz geht aber auch nicht verloren. In diesem Fall lautet die Ansage des Croupiers “Stand off“. Der Einsatz kann vom Spieler stehen gelassen werden, verändert oder zurückgezogen werden.

 

Black JackWird kein Black Jack erzielt, dann muss man eben versuchen, so nahe wie möglich an die 21 zu gelangen. Es gewinnt, wer näher an diesem Wert liegt. Der Spieler erhält dann einen Gewinn in der Höhe seines Einsatzes. Wenn der Punktewert des Spielers unter dem des Croupiers liegt, hat er verloren. Gleiches gilt, wenn er sich überkauft, also seine Karten den Zielwert von 21 überschreiten (bust). Dann werden Jetons und Karten vom Croupier eingezogen.

 

Wenn der Dealer den Wert 21 überschreitet, haben alle noch im Spiel befindlichen Kontrahenten automatisch gewonnen. Ansonsten gewinnen immer nur die Spielteilnehmer, deren Werte näher an 21 liegen als der Wert der Bank. Bei einem Unentschieden wird weder gewonnen noch verloren (Stand off).

 

Mit diesen einfachen Grundregeln können Sie sich bereits an jeden beliebigen Black-Jack-Tisch setzen und Ihre ersten eigenen Erfahrungen machen. Sie werden feststellen, dass Black Jack ein schnelles Glücksspiel ist. Der Dealer ist nicht nur fingerfertig, was den Umgang mit den Karten angeht, sondern er ist auch gut im Kopfrechnen. Ehe man sich versieht, ist das Spiel bereits beendet. Im Online-Casino geht es sogar noch eine Spur schneller zu.

 

Sonderregeln

 

Black Jack wäre kein Glücksspiel, wenn es nicht eine Handvoll Sonderregeln geben würde, die vor allem ambitionierten und professionellen Spielern zusätzliche Komplexität und damit Spielvergnügen bescheren. Im Folgenden sollen diese Sonderregeln näher erläutert werden.

 

Verdoppeln – Doubling

 

DoubleWenn die ersten beiden Karten einen kumulierten Punktewert von 9, 10 oder 11 ergeben, dann kann der Spieler seinen Einsatz verdoppeln, erhält nach dem Doubling allerdings nur noch eine weitere Karte.

 

Teilen – Split

 

teilenWenn der Spieler als erste beiden Karten zwei identische Werte erhält, also Bilder, Zahlen oder Werte, dann kann er daraus eine zweite Hand bilden, sprich zwei getrennte Spiele machen. Auf die zweite Hand muss er einen Einsatz in ursprünglicher Höhe tätigen. Für jede Hand erhält der Spieler je nach Wunsch beliebig viele Karten.

 

Wenn der Spieler zu Beginn zwei Asse bekommt und diese teilt, dann erhält er auf jede Hand nur noch eine zusätzliche Karte. Handelt es sich dabei jedoch wieder um ein Ass, darf weiter geteilt werden. Wichtig: Bei einem gesplitteten Spiel ergibt ein Ass mit einem Bild oder der Zehn kein Black Jack, sondern lediglich den Wert 21, da die Kartenkombination nicht mit den ersten beiden Karten erzielt wurde.

 

Versicherung – Insurance

 

versichernSollte der Croupier als erste eigene Karte ein Ass ziehen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass er durch die zweite Karte (10, Bube, Dame oder König) zu einem Black Jack gelangt. Dagegen kann sich der Spieler versichern, indem er einen Betrag in Höhe der Hälfte seines Einsatzes auf die auf dem Spieltisch gedruckte Versicherungslinie legt. Das ist auch nach Verdoppeln oder Teilen möglich. Sofern sich für die Bank tatsächlich ein Black Jack ergibt, wird dem Spieler auf die Versicherung im Verhältnis 2 : 1 ausgezahlt. Kommt ein Black Jack nicht zustande, ist der Versicherungseinsatz verloren und wird vom Croupier eingezogen. Der Bankvorteil bei der Versicherung beträgt 1/13 = 7,692 Prozent.

 

Box – Hand

 

stehenIn der sogenannten Box, dem auf dem Tisch eingezeichneten Feld, werden die Einsätze getätigt. In einer Box kann aber nicht nur der Boxinhaber (sitzend) selbst Jetons platzieren, auch andere Mitspieler (stehend) dürfen in einer Box mitsetzen und nehmen so am Spiel des Boxinhabers teil. Sie haben jedoch kein Mitspracherecht und müssen die Entscheidungen des Boxinhabers stillschweigend akzeptieren – unabhängig von der Höhe ihres Einsatzes. Sie dürfen ferner keine Ratschläge erteilen.

Der Einsatz der passiven Spieler darf nur so hoch sein, dass das von der Spielbank festgelegte Tischlimit nicht überschritten wird. Wenn der Boxinhaber also sein Limit ausreizt, können keine Mitspieler mehr Einsätze in seiner Box tätigen. Das ist auch der einzige Weg um Mitspieler zu vermeiden. Ansonsten kann sich der Boxinhaber nämlich nicht gegen Mitspieler wehren.

 

Wette auf Überkaufen – Bust

 

kaufenIn vielen Casinos besteht die Möglichkeit, dass der Spieler vor Kartenausgabe darauf wetten kann, dass sich der Dealer in dieser Runde überkauft (Dealer busts). Wenn der Croupier tatsächlich einen Punktwert von 22 oder höher erhält, dann wird dem Spieler diese Nebenwette im Verhältnis 5 : 2 ausbezahlt, andernfalls ist der Wetteinsatz verloren. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Bank überkauft liegt bei 28,16 Prozent oder anders ausgedrückt: Durchschnittlich überkauft sich der Dealer in weniger als zwei von sieben fällen. Der Bankvorteil bei dieser Wette liegt übrigens bei 1,44 Prozent.

 

Gewinnverhältnisse beim Black Jack

 

Wenn der Spieler näher an der 21 liegt als der Croupier, dann erhält er einen Gewinn im Verhältnis von 1 : 1 (Even Money). Er erhält also seinen Einsatz zurück sowie einen Gewinn in gleicher Höhe (doppelter Einsatz).

Gewinntabelle bei Black Jack

Zu sehen im Bild ist die Gewinntabelle von Black Jack – Single Deck Black Jack Spiel

In Österreich gibt es eine Sonderregel, die einen Gewinn im Verhältnis von 3 : 2 zur Folge hat, wenn der Spieler die 21 mit drei Siebenern (Triple Seven) erreicht. Man spricht dabei vom Siebener-Drilling, bei dem die Karten des Dealers unerheblich sind. Sobald der Spieler drei Karten mit dem Wert von jeweils sieben hat, bekommt er den Gewinn ausgezahlt und das Spiel ist beendet. Zwar ist diese Regelung außerhalb Österreichs unüblich, allerdings hat es sich auch in Deutschland und der Schweiz eingebürgert, dem Spieler bei dieser Konstellation einen Bonus zuzubilligen.

Weltweit einheitlich wird wiederrum der Black Jack gehandhabt. Wer die 21 mit kleinstmöglicher Kartenanzahl (Ass + Bild oder 10) erreicht, bekommt seinen Gewinn im Verhältnis von 3 : 2, also das 1,5-fache seines Einsatzes. Liegt dieser bei 100 Euro, bekommt man 150 Euro als Gewinn zzgl. des Einsatzes = 250 Euro. Geht man durch die Versicherung eines Black Jack der Bank eine Nebenwette ein, wird diese im Erfolgsfall im Verhältnis 2 : 1 ausbezahlt. Wettet man auf das Überkaufen der Bank und behält recht, gilt sogar das Verhältnis 5 : 2.

 

Vorteile der Bank und des Spielers

 

Verglichen mit anderen Glücksspielen fallen bei der Betrachtung der Black-Jack-Regeln einige Vorteile ins Auge, die den Spieler scheinbar bevorzugen:

 

  • Der Spieler entscheidet frei ob, wann und wie viele Karten er sich vom Deck geben lässt. Dem Croupier wird ganz genau vorgeschrieben, wann er eine Karte ziehen muss und wann er das nicht mehr darf.
  • Der Spieler kann frei entscheiden, ob ein Ass ein oder elf Punkte zählen soll. Beim Dealer zählt das Ass immer automatisch elf Punkte.
  • Während der Croupier bei einem Black Jack nur mit 1 : 1 gewinnt, erhält der Spieler beim Black Jack seinen Gewinn im Verhältnis von 3 : 2.
  • Der Spieler kann den Einsatz auf ein aussichtsreiches Blatt verdoppeln, nachdem die Kartenausgabe bereits begonnen hat. Auf diese Weise kann er seine Gewinnchance verdoppeln.
  • Der Spieler kann zwei gleichwertige Karten teilen und so idealerweise sogar mit zwei Händen gegen den Croupier gewinnen.

 

Klingt doch erst einmal ziemlich gut, oder? Natürlich dürfen wir uns auch beim Black Jack nichts vormachen. Es ist und bleib ein Glücksspiel und natürlich auch eins mit Bankvorteil. Denn nur so kann das Geschäft für die Casinos überhaupt funktionieren.

Der versteckte, aber entscheidende Vorteil der Bank ist, dass sich der Spieler immer vor ihr überkauft. Sobald er den Wert von 21 überschritten hat, ist das Spiel für ihn verloren und der Einsatz wird eingezogen. Unabhängig davon ob sich die Bank auch noch überkauft hätte. Wie hoch der Bankvorteil im Einzelnen ist, hängt von den Regeldetails und der Spielstrategie ab.

Grundsätzlich ist der Bankvorteil beim Black Jack jedoch deutlich geringer als bei anderen Glücksspielen. Das belegt die Untersuchung eines Mathematikers vom Massachusetts Institute of Technology (MIT), der Black Jack 1956 als erster gründlich unter die Lupe genommen hat. Diese Untersuchung belegt, dass man den Bankvorteil im günstigsten Fall auf lediglich 0,475 Prozent reduzieren kann. Das bedeutet also, dass die Bank pro Spiel mit 100 Euro Einsatz lediglich 0,0475 Euro Gewinn macht – im Durchschnitt natürlich. Beim Roulette beispielsweise beträgt der Bankvorteil bei den einfachen Chancen 1,35 Prozent und bei den mehrfachen Chancen sogar 2,70 Prozent.

 

Black Jack Strategien

 

Wie wir gelernt haben, gehört Black Jack zu den Glücksspielen mit den besten Gewinnchancen für die Spieler, weil der Bankvorteil verhältnismäßig gering ist. Wer das Spiel nicht dem Zufall überlässt, sondern mit einer Strategie arbeitet, der kann den Bankvorteil auf ein Minimum reduzieren.

 

Basisstrategie – Basic Strategy

 

Das Schöne am Black Jack: Es gibt eine allgemeingültige Basisstrategie, mit der der Bankvorteil auf ein Minimum reduziert wird. Sie beruht auf den hier geschilderten Grundregeln. Bei Regeländerungen ist auch eine Änderung der Strategie von Nöten. Zumindest, wenn man den Bankvorteil so gering wie möglich halten will. Das gilt auch, wenn mit mehr oder weniger als sechs Kartendecks gespielt wird. Die Basisstrategie gibt für jede Spielsituation ganz genau vor, welcher weitere Schritt zu unternehmen ist.

 

Hard Hands

 

Als Hard Hands werden alle Kartenkombinationen bezeichnet die kein Ass enthalten oder ein Ass das nur mit einem Punkt gewertet wird (Ass + 4 + 3 = Hard 8).

 

  • Hält der Croupier ein Ass, 10, 9, 8 oder 7, sollte der Spieler bis zu einer Hard 16 kaufen und ab einer Hard 17 halten.
  • Hält der Croupier eine 6, 5 oder 4, sollte der Spieler bis zu einer Hard 11 kaufen und ab einer Hard 12 halten.
  • Hält der Croupier eine 3 oder 2, sollte der Spieler bis zu einer Hard 12 kaufen und ab einer Hard 13 halten.

 

Soft Hands

 

Als Soft Hands werden alle Kartenkombinationen mit einem Ass, das elf Punkten entspricht, bezeichnet (Ass + 4 = Soft 15).

 

  • Ab einer Soft 19 werden niemals weitere Karten gekauft.
  • Mit einer Soft 18, die aus drei oder mehr Karten besteht, wird nur dann eine weitere Karte gekauft, wenn der Dealer 9, 10 oder ein Ass besitzt.
  • Bis zu einschließlich Soft 17 aus drei oder mehr Karten sollte der Spieler immer weitere Karten kaufen.

 

Soft Hand Doubles

 

  • Eine Soft 13 (Ass + 2) sollte nur gegen eine 6 verdoppelt werden, bei allen anderen Konstellationen sollte der Spieler eine weitere Karte kaufen.
  • Eine Soft 14 (Ass + 3) oder Soft 15 (Ass + 4) sollte nur gegen eine 6 oder 5 verdoppelt werden, bei allen anderen Konstellationen sollte der Spieler eine weitere Karte kaufen.
  • Eine Soft 16 (Ass + 5) sollte nur gegen eine 6, 5 oder 4 verdoppelt werden, bei allen anderen Konstellationen sollte der Spieler eine weitere Karte kaufen.
  • Eine Soft 18 (Ass + 7) sollte nur gegen eine 6, 5, 4 oder 3 verdoppelt werden. Gegen eine 2, 7 oder 8 wird gehalten und gegen eine 9, 10 oder ein Ass wird eine weitere Karte gekauft.
  • Mit einer Hand von Ass + 8, Ass + 9 oder Ass + 10 (Black Jack) sollte der Spieler niemals verdoppeln, sondern stets kaufen.

 

Hard Hand Doubles

 

  • Bis zu einer Hard 8 sollte der Spieler niemals verdoppeln.
  • Eine Hard 9 aus zwei Karten ohne Ass sollte der Spieler nur dann verdoppeln, wenn der Dealer eine 6, 5, 4 oder 3 hält.
  • Eine Hard 10 oder Hard 11 aus zwei Karten ohne Ass sollte der Spieler stets verdoppeln, außer der Dealer hält eine 10 oder ein Ass.
  • Ab einer Hard 12 sollte der Spieler niemals verdoppeln.

 

Splits

 

  • Zwei Asse sollte der Spieler stets teilen, außer der Croupier hat ein Ass. Dann wertet man die eigene Hand als Soft 12 und lässt sich eine weitere Karte geben.
  • Zwei Zweier, Dreier und Siebener teilt der Spieler nur dann, wenn der Croupier eine 2, 3, 4, 5, 6 oder 7 hält.
  • Zwei Vierer teilt der Spieler nur dann, wenn der Croupier eine 5 oder 6 hält.
  • Zwei Fünfer und Zehner sollten niemals geteilt werden.
  • Zwei Sechser sollte der Spieler nur dann teilen, wenn der Croupier 2, 3, 4, 5 oder 6 hält.
  • Zwei Achter sollte der Spieler nur dann teilen, wenn der Croupier keine 10 oder ein Ass hält.
  • Zwei Neuner sollte der Spieler nur dann teilen, wenn der Croupier keine 7, 10 oder ein Ass hält.

 

Grundsätzlich gilt: Eine Versicherung gegen Black Jack (Insurance) des Dealers ist unsinnig. Auch eine Wette auf das Überkaufen des Dealers (Bust) macht keinen Sinn.

Die Basic Strategy wird häufig in Tabellenform dargestellt. Was auf den ersten Blick komplex und unübersichtlich aussieht, ist bei näherer Betrachtung eine gute Hilfe. In der Tabelle wird für jedes Blatt genau angegeben – auch farblich – welche Entscheidung im Sinne der Strategie getroffen werden sollte. Aber auch die Tabelle kann dem ambitionierten Black-Jack-Spieler nicht das Auswendiglernen der Kombinationen und Entscheidungen abnehmen. Am Black-Jack-Tisch kann die Tabelle jedenfalls nicht vor jeder Spielentscheidung zu Rate gezogen werden. Beim Online-Casino sieht das schon etwas anders aus.

 

Black Jack Kartenzählen

 

Das Black Jack Kartenzählen ist die wohl am heißesten diskutierte Black-Jack-Strategie. Sie wurde 1961 vom US-amerikanische Mathematiker Edward O. Thorp entwickelt und ein Jahr später in seinem Buch “Beat the Dealer” publiziert. Das Grundprinzip ist einfach: Der Spieler behält während des Spiels die Augen offen und schaut sich genau an, welche Karten bereits ausgeteilt wurden. So lässt sich abschätzen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass nun vermehrt Spielkarten mit hohem oder niedrigem Wert kommen.

Info Video zum Kartenzählen

Denn es ist zwar zufällig, welche Karten als nächstes kommen, es ist aber auch logisch. Wenn noch viele gute, also hohe Karten im Deck sind, dann ist die Wahrscheinlichkeit auch höher, dass der Spieler eine solche Karte vom Dealer zugewiesen bekommt. Wurden schon viele hohe Karten ausgespielt, dann ist die Wahrscheinlichkeit für gute Karten geringer.

Viele hohe Karten in Deck sind für den Spieler gut. Nicht nur weil die Wahrscheinlichkeit steigt, selbst eine solche Karte zu bekommen, sondern auch weil es wahrscheinlicher ist, dass der Dealer eine solche Karte zieht und sich überkauft, weil er ja keine Wahlmöglichkeit hat. Auch die Chancen auf ein Black Jack und damit eine höhere Gewinnausschüttung steigen. Deshalb sollte man mehr setzen, wenn noch viele hohe Karten verfügbar sind und weniger, wenn viele davon schon ausgeteilt wurden.

Doch woher weiß man nun, wie viele Karten sich noch im Bestand befinden? Genau das soll mit dem Black Jack Kartenzählen herausgefunden werden. Bevor Thorp diese Strategie veröffentlichte, war das Ganze noch schön einfach. Denn es wurde nur mit einem Deck, also 52 Spielkarten, gespielt. Die benutzten Karten wurden zur Seite gelegt. Es war also auch ohne konkretes Rechnen nicht so schwer einigermaßen den Überblick zu behalten, welche Karten bereits gezogen wurden.

Verständlicherweise gefiel den Spielbanken das Kartenzählen überhaupt nicht und sie haben recht zeitnah Gegenmaßnahmen ergriffen:

 

  • Die Anzahl der Kartensätze wurde von einem auf zunächst vier erhöht. Heute wird üblicherweise mit sechs Paketen also insgesamt 312 Karten gespielt. Manche Casinos setzen aber auch acht Kartenpakete ein. Wurden früher bei einem Satz vier Asse ausgespielt, war klar, dass kein Ass mehr im Stapel ist. Bei sechs Pakete gibt es insgesamt 24 Asse. Selbst wenn schon 15 ausgespielt wurden, sind also noch genügend vorhanden. Eine Vorhersage ist deshalb schwieriger.
  • Ein Kartenstapel wird heute nicht mehr zu Ende gespielt, sondern bereits nach zwei Dritteln oder Dreiviertel erneuert. Deshalb schneidet der Croupier das Kartenpaket vor Beginn des Spiels an etwa dieser Stelle mit einer neutralen Karte ein.
  • Heute kommen vermehrt Kartenschlitten zum Einsatz, die über eine eingebaute Kartenmischmaschine verfügen. Nach einer Runde legt der Dealer die gezogenen Karten direkt zurück in den Schlitten, wo sie wieder untergemischt werden. Auf diese Weise wird jeder Coup vom anderen unabhängig, so wie auch beim Black Jack. In diesem Fall hat das Kartenzählen natürlich keinen Sinn mehr.

 

Aber auch bei der deutlich erhöhten Anzahl an Kartendecks schwören einige Black-Jack-Spieler auf das Kartenzählen. Da wohl kaum jemand in der Lage ist, sich alle ausgeteilten Karten einfach mal eben so zu merken, gibt es eine vereinfachte Zählmethode. Für die High-Low-Methode werden alle Spielkarten zunächst ihrem Wert nach in drei Gruppen unterteilt:

 

  • Hohe Karten: Asse, Bilder, 10
  • Mittlere Karten: 7, 8, 9
  • Niedrige Karten: 2, 3, 4, 5, 6

 

Den hohen Karten wird standardmäßig der Wert -1 zugewiesen. Den mittleren Karten der Wert 0. Und die niedrigen Karten erhalten den Wert +1. Der Kartenzähler beobachtet nun genau, welche Karten ausgeteilt werden und rechnet anhand der Einzelwerte den Gesamtwert aller bisher ausgeteilten Karten aus.

 

Beispiel: Spieler 1 hat einen König (-1) und eine 4 (+1). Spieler 2 ein Ass (-1) und eine 7 (0). Der Dealer eine 6 (+1) und eine 2 (+1). Der Kartenzähler rechnet: -1 + 1 = 0 – 1 + 0 = -1 + 1 + 1 = 1.

 

Um mit Hilfe des Gesamtwerts zu wissen, ob der verbleibende Kartenstapel nun gut oder schlecht ist, benötigt man die Anzahl der noch im Schlitten befindlichen Decks. Die muss anhand der bisher gespielten Karten abgeschätzt werden, am besten indem man diese grob mitzählt. Die mitgezählte Zahl der Einzelkarten (Kartenzählwert) wird dann durch die Anzahl der verbliebenen Kartendecks dividiert. In unserem Beispiel als -1 / 5 Kartendecks, weil wir ja noch ziemlich am Anfang sind. Ergibt -0,2.

Dieses Ergebnis ist der True Count, der wahre Zählwert. Er entscheidet nun darüber, wie viel der Kartenzähler setzt. Je höher die Zahl ist, desto mehr wird gesetzt. Alles unter 0 ist für den Spieler schlecht, weil bereits viele hohe Karten ausgespielt wurden. Die folgende Tabelle zeigt, wann wie viel gesetzt werden muss.

 

Ergebnis Einsatz
≤ 0 1x Einsatz
1 2x Einsatz
2 4x Einsatz
3 8x Einsatz
4 10x Einsatz
12x Einsatz

 

Damit man weiß, wie viel man nun konkret setzen muss, legt man vor dem Spiel einfach einen Standardeinsatz fest. Zum Beispiel zehn Euro. Liegt das Endergebnis der Kartenzählung nun beispielsweise bei 2, dann wird dieser Einsatz vervierfacht. Es werden also 40 Euro gesetzt.

 

Kartenzählen ist nicht verboten

 

Vielfach liest man im Internet, dass das Kartenzählen verboten sei. Das ist falsch. Sowohl in Deutschland als auch in den USA gibt es keine gesetzliche Regelung, die das Zählen verbietet. Von den Casinos wird es natürlich trotzdem nicht gern gesehen. Und sie üben nun mal das Hausrecht aus. Wer deshalb beim Kartenzählen “erwischt wird“, der wird meistens aufgefordert den Tisch zu wechseln oder das Casino zu verlassen. Dagegen lässt sich nichts machen, denn es besteht kein Recht auf Spiel. Wer die Strategie des Kartenzählens anwenden will, der sollte es möglichst unauffällig tun. Überhaupt erfordert es bei der Schnelligkeit von Black Jack einiges an Übung und Erfahrung.

 

Third Base

 

Third Base ist eigentlich keine Strategie, sondern eher ein Aberglaube. So wird der Platz am Tisch bezeichnet, der vom Croupier aus ganz rechts liegt. Er wird mitunter als spielentscheidend angesehen, weil dieser Platz das Ergebnis des Dealers beeinflusst. Immerhin fällt eine Karte, die er nicht mehr nimmt, dem Dealer zu. Da die folgende Karte aber nicht bekannt ist, besitzt der Spieler auf der Third Base keinen Vorteil. Dafür wird seine Spielweise mitunter von den Mitspielern kritisiert, vor allem wenn das Blatt der Bank gut ausfällt. Deshalb meiden die meisten Spieler diesen Platz am Tisch.

 

Die fünf größten Spielerfehler beim Black Jack

 

  1. Versicherung in Anspruch nehmen

 

Die Versicherung ist nur für uninformierte Spieler eine Option. Der Hausvorteil bei der Insurance beträgt satte 7,7 Prozent. Von 100 eingesetzten Euro gehen also fast acht Euro verloren.

 

  1. Bei Soft 18 weitere Karte kaufen, wenn der Croupier eine 9 hat

 

Die Wahrscheinlichkeit, dass der Dealer auf eine 9 eine 10 oder ein Ass erhält, beträgt lediglich 28 Prozent. Deshalb sollte man sein Blatt bei einer Soft 18 halten, statt eine neue Karte zu kaufen. Tut man das nicht, verschenkt man einen Vorteil von 8,3 Prozent an die Bank. Diese Regel gilt auch wenn der Spieler eine 18 hat und der Dealer eine 10 oder ein Ass besitzt.

 

  1. Nicht verdoppeln bei einer Soft 18, wenn der Croupier eine 6 hat

 

Wenn der Croupier eine 6 hält, dann liegt die Wahrscheinlichkeit, dass er sich überkauft, bei 42 Prozent. Es ist daher sinnvoller, seinen Einsatz nachträglich zu verdoppeln, auch wenn man dann nur noch eine weitere Karte erhält. Selbst wenn der Spieler eine 5 oder 6 bekommt stehen die Chancen gut, dass er gewinnt, weil der Dealer sich überkauft. Hält der Spieler statt zu verdoppeln, gibt er einen Vorteil von zehn Prozent an die Bank ab.

 

  1. Bei 16 keine Karte kaufen, wenn der Dealer ein Ass hat

 

In der Tat überkauft sich ein Spieler meist, wenn er bei einem Punktewert von 16 eine weitere Karte kauft. Hat der Croupier jedoch ein Ass, sinkt die Gewinnchance der 16 ohnehin rapide. Deshalb sollte der Spieler auch die geringe Chance nutzen und eine weitere Karte kaufen. Tut er das nicht und passt, gibt er einen Vorteil in Höhe von 15 Prozent an das Online Casino ab.

 

  1. Zehner aufteilen, wenn der Croupier eine 6 hat

 

Wenn man zwei Zehner aufteilt, ergibt sich für den Spieler ein Vorteil von 18 Prozent. Wenn er die Zehner jedoch zusammenhält, dann beträgt der Vorteil sogar 70 Prozent. Er würde bei einem Einsatz von 100 Euro also einfach auf 50 Euro verzichten.

Fazit: Glücksspiel mit guten Gewinnchancen

Black Jack ist im Kern ein relativ simples und rasantes Kartenspiel, das weltweit nach den gleichen Grundregeln gespielt wird. Im Vergleich mit anderen Spielen ist der Bankvorteil relativ gering. Die Gewinnchance für den Spieler ist also höher. Vor allem aber lässt sich diese durch die richtige Strategie noch deutlich erhöhen. Die Basic Strategy gibt genau an, bei welcher Kartenkombination welcher Schritt gemäß der Wahrscheinlichkeitsrechnung an sinnvollsten ist. Dadurch wird Black Jack selbst für Laien und Neueinsteiger zu einem beherrschbaren Kartenspiel voller Chancen und Spannung. Hauptsache, die 21 wird nicht überschritten!

 

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Black Jack
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